Antikriegstag 2014Am 1. September ist Antikriegstag – Es herrscht Krieg in der Ukraine, in Gaza, in Syrien, im Nordirak. Jetzt gilt es mehr denn je eine kämpferische Friedensbewegung aufzubauen! – Geht auf die Straße! Kommt zur Kundgebung!

Wann? Samstag, 30. August, ab 11:30

Wo? Holzmarkt Tübingen

Wir unterstützen die Aktionen des Tübinger Friedensplenums und dokumentieren im Folgenden den Bündnisaufruf:

Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurckgeschossen.Mit dieser Lüge Hitlers begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Die Nazis hatten ihn von Anfang an als Eroberungs- und Vernichtungskrieg geplant. Als er nach sechs Jahren endete, waren 55 Millionen Menschen tot, darunter fast sechs Millionen Jüdinnen und Juden, ermordet auf Geheißder deutschen Führung. Die überlebenden Hätlinge des KZ Buchenwald leisteten nach ihrer Selbstbefreiung einen Schwur, dessen zentrale Aussage lautete:

Nie wieder Faschismus nie wieder Krieg!

Noch heute sind diese Worte Leitmotiv der Friedensbewegung. Und in Zeiten, da deutsche Streitkräfte wieder in vielen Teilen der Welt Kriege führen sollen – „Deutschland muss weltweit Verantwortung Übernehmen“ sagt Präident Gauck , ist dieses Motto leider besonders aktuell.

In vielen Teilen der Welt finden gegenwärtig Kriege statt, so in Syrien, im Irak, in Gaza und in der Ukraine. Und was tut die Bundesregierung? Sie gießt allerorten Öl ins Feuer, und teilweise genehmigt sie sogar noch Waffenlieferungen in die Krisenregionen

Deshalb lauten unsere Forderungen zum diesjährigen Antikriegstag:

Abrüstung statt Aufrüstung!

Keine Rüstungsexporte!

Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr!

Wegen Renovierungsarbeiten im Club Voltaire geht der Rote Tresen im August und September in die Sommerpause. Ab Oktober geht es dann wie gehabt weiter, jeden zweiten Dienstag im Monat, selbstorganisiert und kostenlos.

Ihr dürft euch in der Zwischenzeit schonmal auf spannende Filme, Gäste und Diskussionen freuen – wir sehen uns im Oktober!

Free Palestine BannerVor wenigen Stunden hat Israels Ministerpräsident Netanjahu eine Bodenoffensive gegen das palästinensische Volk angeordnet. Mit Flugzeugen, Kanonenboten und Panzern rücken israelische Streitkräfte auf Gaza zu, um den Weg für einen Einmarsch zu ebnen. Sowohl an der Grenze, als auch am Strand stehen mehrere Tausende israelische Soldaten bereit. Der Überfall des israelischen Staates auf das palästinensische Volk folgt auf die jüngsten Eskalationen des Nahostkonfliktes, für den der Tod von Jugendlichen aus Israel wie aus Palästina medial und politisch instrumentalisiert wurde. Die Zuspitzung des Konfliktes fällt in eine Zeit der politischen Einigung der zwei relevantesten palästinensischen Organisationen Hamas und Fatah und zeitgleich einer schweren israelischen Regierungskrise. Nach tagelangen Luftangriffen, mehreren hunderten Toten und einem zeitweiligen Waffenstillstand, will die israelische Regierung die Auseinandersetzung eskalieren lassen. Welche Folgen die militärische Offensive mit sich bringen wird, zeigen die letzten Kriege Israels gegen das palästinensische Volk. So wurden bei der letzten Großoffensive 2009 von Seiten der israelischen Streitkräfte angereichertes Uran und international geächtete C-Brandbomben mit weißem Phosphor auf Zivilisten abgefeuert.

Ziel der erneuten Aggression gegen Gaza ist die Spaltung des palästinensischen Volkes und das Schüren von Rassismus und Hass innerhalb der israelischen Gesellschaft. Die soziale Situation in Israel ist dramatisch, Arbeitslosigkeit und Existenzängste sind präsenter denn je und viele Menschen haben die Politik der Regierung satt, erleben am eigenen Leib welche Missstände dieses System hervorbringt. Auch Netanjahus Regierung steckt in einer Krise, die Koalition unter Führung der seit den letzten Wahlen geschwächten Likud bröckelt. Erst vor kurzem verließ die rechtsradikale Partei Jisra’el Beitenu unter Führung von Außenminister Avigdor Lieberman die Koalition, auch wenn sie noch vorerst in der derzeitigen Regierung verbleibt.

Gegen den Krieg gibt es Widerstand in Israel: Neben Wehrdienstverweigerern, die es ablehnen der Besatzungsarmee zu dienen, protestiert eine laute Friedensbewegung, die ein Ende von Krieg und Rassismus fordert. Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) ruft dazu auf, auch hierzulande solidarische Aktionen gegen den israelischen Krieg und für den Frieden in Palästina zu organisieren oder sich an solchen zu beteiligen. Wir fordern:

  • Sofortiger Stopp der Luftangriffe und der Bodenoffensive auf Gaza
  • Abzug der israelischen Besatzungsarmee
  • Stopp deutscher Waffenexporte nach Israel
  • Freiheit für Palästina!
Erklärung der Bundesgeschäftsführung der SDAJ
Essen, 18. Juli 2014

Link: Erklärung der Kommunistischen Partei Israels zu den Aggressionen gegen Gaza vom 13. Juli 2014 (RedGlobe.de)

WMF Collage_smallAm 19. Juli 2014 fand anlässlich der geplanten Streichung mehrerer hundert Arbeitsplätze im Geislinger Werk des Küchengeräteherstellers WMF ein Protesttag statt, zu dem die dortigen Betriebsaktiven und die IG Metall aufgerufen hatten. Mehrere tausend Menschen beteiligten sich an der Kundgebung und einer Menschenkette rund um den Betrieb, so auch wir als SDAJ Gruppe Tübingen. Gemeinsam mit der DIDF Jugend Geislingen protestierten wir gegen die vom amerikanische Finanzinvestor KKR geplante Umstrukturierung des Betriebes, im Zuge derer (vorerst) 700 MitarbeiterInnen entlassen werden sollen. Offensichtlich soll wieder einmal ein rentabler Traditionsbetrieb ausgeschlachtet und finanziell ausgeblutet werden. Wie immer geht es dabei darum, auf dem Rücken der Belegschaft die Profite weiter zu maximieren – doch diese wehrt sich jetzt!

Die Redebeiträge von WMF-MitarbeiterInnen, Vereinen wie DIDF, Parteien und einer kirchlichen Initiative betonten die Notwendigkeit, die bevorstehenden Kämpfe gemeinsam und solidarisch zu führen. Wir verteilten eine gemeinsam mit unseren Genossinnen und Genossen der DKP verfasste Solidaritätserklärung, die bei den Anwesenden auf gute Resonanz stieß. Anschließend interviewten wir ein Mitglied der JAV und einen Auszubildenden des WMF-Werkes zur Lage im Betrieb (siehe Videobericht). Die Jugendlichen befürchten, dass sie als erste und am härtesten von den drohenden Sparmaßnahmen betroffen sein werden. Eine Übernahme nach der Ausbildung ist für die Azubis dann wohl nicht mehr drin – deshalb gilt es jetzt erst recht zu kämpfen!

Insgesamt wurde deutlich, dass unter den Beschäftigten großes Unverständnis über die geplanten Entlassungen herrscht: WMF erwirtschaftet alljährlich Gewinne von 5-7% – nichtsdestotrotz werden hunderte MitarbeiterInnen auf Grund der unersättlichen Profitgier der KKR auf die Straße gesetzt, genau wie es in etlichen anderen Betrieben der Region, die von Investoren ausgeschlachtet werden, der Fall war (z.B. Nogren).

Wir wünschen den Beschäftigten auch weiterhin viel Erfolg für die kommenden Kämpfe – unserer solidarischen Unterstützung können sich die Kolleginnen und Kollegen auch in Zukunft sicher sein!

Wir weisen auf folgende spannende Veranstaltung hin:

Vortrag von
Professor Dr. Kurt Pätzold, Berlin
Mit anschließender Diskussion

Montag, 21. Juli 2014
19.30 Uhr

Adolf-Schlatter-Haus, Kleiner Saal,
Österbergstr. 2, Tübingen

0769_buko2011_053_kurt_pa_tzoldMan konnte es vorher wissen: „Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und Wehe dem, der zuerst die Lunte an das Pulverfass schleudert!“ So Helmuth von Moltke, ehemaliger Generalstabschef, 1890 im Reichstag. Fast ein Vierteljahrhundert später war der Krieg da – angeblich hatte keiner ihn gewollt. Doch merkwürdig: Im Sommer 1914 wusste die Reichsregierung schon ganz genau, welche Ziele sie verfolgte – die Kriegsziele standen bereits fest. Die Rolle der deutschen Regierung bei der Verursachung des Ersten Weltkrieges galt seit den 1960er Jahren (Fischer-Kontroverse, DDR-Forschungen) als geklärt. Aber seit der Veröffentlichung eines Buches des australischen Historikers Clark findet ein Rückfall hinter frühere Erkenntnisse statt, namentlich in den Medien. Fragen nach Kriegsschuldigen, Interessen und Profiteuren gelten jetzt als antiquiert. Kurt Pätzold klärt auf, über die Ursachen des Ersten Weltkrieges und die Hintergründe der aktuellen Kontroversen.

Professor Dr. Kurt Pätzold, geboren 1930, war Inhaber des Lehrstuhls für deutsche Geschichte an der Humboldt-Universität in Berlin. Experte u.a. für die Geschichte des Faschismus, des Antisemitismus, der Judenverfolgung und des Geschichtsrevisionismus. Zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt „1914. Das Ereignis und sein Nachleben“ (Berlin 2014).

Eine gemeinsame Veranstaltung von:

  • Tübinger Friedensplenum/Antikriegsbündnis
  • Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg
  • VVN-BdA Kreisvereinigung Tübingen-Mössingen

Die Linksjugend [solid] Tübingen veranstaltet am Donnerstag den 17. Juli zusammen mit ihrem StuRa-Bündnispartner FSRVV (Fachschaftsräte-Vollversammlung) und den Genoss*Innen von OTFR (Offenes Treffen gegen Faschismus und Rassismus) ein Clubhausfest, das schon um 18 Uhr mit einem Workshop “Argumentieren gegen Rechts” (Facebook-Link) eröffnet wird.

Um 20 Uhr geht es inhaltlich weiter mit einer Infoveranstaltung zu den Repressionen gegen die Gegner*Innen des Wiener Korporations-Balls (WKR) (Facebook-Link) bzw. speziell zur Repression gegen den deutschen Studenten Josef S., an dem die Österreichische Justiz offenbar ein Exempel für alle “deutschen Krawalltouristen” statuieren will. (siehe auch: vice magazine: Die Rache der Wiener Polizei an den deutschen „Krawalltouristen“)

Wenn dann gegen 21 Uhr “Head & Heart” (Facebook-Link) den musikalischen Teil des Abends einläuten ist langsam Entspannung angesagt, wobei spätestens der Auftritt von Klezmob (Facebook-Link) um 22 Uhr sicher wieder alle Lebensgeister weckt um Euch auf die DJs noir und Emernamin einzustimmen, die ab 23 Uhr Dubstep & Jacking House sowie Drum ‘n’ Bass auflegen.

Der Erlös der Party geht an die Repressionsopfer der letzten Antifaproteste in der Region – also: kommt zuhauf und feiert lange!

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Mindestlohn CollageHeute fand auf dem Holzmarkt in Tübingen eine ver.di-Aktion zum Thema gesetzlicher Mindestlohn statt. Als SDAJ unterstützen wir den Kampf der KollegInnen natürlich solidarisch, fordern aber mehr! Wir brauchen nicht nur einen Mindestlohn ohne Ausnahmen und Schlupflöcher, sondern auch einen Mindestlohn, der auch wirklich zum leben reicht! Und dafür sind 8,50 deutlich  zu wenig!

Hier der Text von unserem Flugblatt:

Weder flächendeckend noch ausreichend – Zum Beschlossenen Mindestlohn der Bundesregierung

Am Donnerstag hat der Bundestag die Einführung eines Mindestlohns in Deutschland beschlossen. Eben dieser war DAS Wahlthema der SPD und seine Einführung für sie von größter Wichtigkeit. Zu stark und deutlich war der gesellschaftliche Wille, einen Mindestlohn gesetzlich zu verankern. Da sich viele SPD-WählerInnen allein durch das Bündnis mit der Union verraten gefühlt haben, mussten medienwirksam nun ein paar Brotkrumen für die Bedürftigen vom Tisch fallen um die Meute zu besänftigen.

Versprochen hatte Arbeitsministerin Andrea Nahles einen flächendeckenden Mindestlohn, der für alle zum Leben reicht. Beide Ziele wurden mit dem beschlossenen Mindestlohn grandios verfehlt!

Der Beschluss ist gespickt von Ausnahmen: PraktikantInnen, Minijobber und Jugendliche unter 18 sind beispielsweise von diesem Mindestlohn ausgeschlossen. Also genau die gesellschaftlichen Gruppen die von Ausbeutung durch schlechte Löhne mit am meisten betroffen sind. Angeblich sollen unter 18-Jährige durch den Ausschluss dazu bewegt werden, eher eine Ausbildung zu beginnen als zu jobben. Was Frau Nahles dabei anscheinend vergessen hat: Auch die Ausbildungsvergütung reicht in den meisten Fällen nicht für ein selbstbestimmtes Leben. Darum forden wir als SDAJ für Auszubildende eine Mindestvergütung von 1200 Euro netto. Ein Mindestlohn mit Ausnahmen rüttelt also nicht im geringsten an den prekären Bedingungen unter denen Jugendliche und insbesondere junge Frauen in Praktika, Minijobs und Ausbildung arbeiten und leben müssen. Ein weiteres Problem ist die Höhe. 8,50€ sollen angeblich für ein „gutes Leben“ reichen. Wie wenig das möglich ist, rechnete bereits letztes Jahr die Initiative für einen Mindestlohn von 10 Euro brutto, lohnsteuerfrei:

„Mit 8,50 Euro hätte Moritz Müller bei einer 38,5 Stundenwoche einen Lohn von 1.420 Euro brutto oder 1.040 Euro netto. Damit kann er erfolgreich Hartz IV beantragen. Sein Regelsatz beträgt nämlich 382 Euro und die durchschnittliche Warmmiete 381 Euro, zusammen also 763 Euro. Aufgrund des Freibetrags für Erwerbstätigkeit in Höhe von 300 Euro werden statt 1.040 Euro nur 740 Euro seines Nettolohns als Einkommen angerechnet. Er hat also bei 381 Euro Warmmiete Anspruch auf 23 Euro staatliche Unterstützung.“

Obwohl es seit Beschluss des Koalitionsvertrages immer wieder Proteste gegen einen solchen Mindestlohn mit Ausnahmen gab und mehrere Veröffentlichungen aufzeigten, wie wenig der Bevölkerung ein solche Mogelpackung bringt, hat Andrea Nahles ihr Vorhaben rigoros durchgesetzt. Hier wird einmal mehr deutlich, auf wessen Seite diese Regierung steht: Auf der Seite der Banken und Konzerne und nicht auf der Seite der Bevölkerung. Ein Mindestlohn von 8,50€ liegt weit unter den Reproduktionskosten und nützt uns so überhaupt nichts!

All das zeigt uns: Der Kampf um bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen bleibt weiterhin notwendig. Darum fordert wir einen Mindestlohn von 12 Euro und unterstützen auch die Initative für einen Mindestlohn von 10 Euro, lohnsteuerfrei. Versprechen zur Verbesserung der Lage von Seiten der Regierung werden nicht oder- wie hier – mehr als mangelhaft umgesetzt. Schließen wir uns zusammen, um für unsere Rechte einzutreten. Frau Nahles tut dies garantiert nicht!

Zur ausführlichen gemeinsamen Stellungnahme der Geschäftsführung der SDAJ und des Sekretariats der DKP

 

Roter Tresen // Di. 8. Juli

Gepostet am 4. Juli 2014 Roter Tresen

Diesmal zeigen wir den Film „Zeit für Zeugen“. Der Film erinnert an das Lebenswerk von Ettie und Peter Gingold, die beide als junge Erwachsene während der Okkupation des faschistischen Deutschland in der französischen Widerstandsbewegung Résistance kämpften. Sie leisteten entschiedenen Widerstand unter Einsatz ihres Lebens, waren 1944 an der Befreiung von Paris beteiligt und blieben ihr Leben lang als Kommunisten und Antifaschisten in der BRD aktiv im Einsatz für eine freie und demokratische Gesellschaft. Insbesondere engagierten sie sich gegen jede Tendenz von neuem Faschismus, Antisemitismus und Rassismus. Als Zeitzeugen traten sie vor Schulklassen, Jugendgruppen und auf Demonstrationen und Kundgebungen auf.

Wie immer kostenlos, im Club Voltaire (Haaggasse 26), ab 20:00

Der Rote Tresen ist eine Veranstaltungsreihe der SDAJ Tübingen, in Kooperation mit dem LAIKA Verlag und dem Club Voltaire.Peter+Ettie2 Kopie

Peter+Ettie2 Kopie

IMG_0394_smallAm Mittwoch den 18. Juni haben wir mit einer „Outing“-Aktion in der Tübinger Altstadt auf die katastrophalen Zustände in den Wohnheimen des Uniklinikums und die schlechten Arbeitsbedingungen der Auszubildenden aufmerksam gemacht.

Hier gibt’s unsere Kleinzeitung zum Outing als pdf. zum Download.

„Wir lassen das Wasser erstmal eine Viertelstunde lang laufen, damit sie sich von der braunen Brühe zu klarem Wasser verwandelt“, so beschreibt eine junge Auszubildende ihren alläglichen Morgen. Aber nicht nur dreckiges Wasser, sondern auch eine mögliche Legionellenbelastung stellt eine Gefahr für die Gesundheit der Azubis dar. Und nicht nur das: Im Winter bilden sich „Eiszapfen in den Fenstern“ und ohne ein zusätzliches Heizgerät kommt man nicht aus. Dieses baufällige Gebäude wurde inzwischen von Mitgliedern des Landtages besucht, jedoch hat sich an der Lage selbst noch nichts geändert. Auch eine Camping-Aktion der BewohnerInnen fand in den letzten Tagen statt. Um ein Zeichen gegen die unzumutbaren Zustände in den Wohnheimen zu setzen, wollen wir sie plakativ aufdecken, und so ein Bewusstsein dafür schaffen, dass trotz schwarzer Zahlen am Uniklinikum die Wohnsituation der eigenen MitarbeiterInnen nach wie vor miserabel ist.

Aber nicht nur die Wohnungslage ist miserabel, sondern auch die Arbeitsbedingungen der Azubis: Eine bessere Anleitung in der Praxis, weniger Überstunden und eine bessere Vergütung wünschen sie sich. Diese Forderungen formulierten sie auch lautstark beim letzten Warnstreik am Uniklinikum, bei dem sie gemeinsam mit einem großen Teil der Belegschaft für ihre Interessen eintraten. Trotzdem sind die Forderungen der Azubis bei den letzten Tarifverhandlungen fast vollständig unter den Tisch gefallen – ein weiterer Grund, sie noch einmal zu thematisieren Solche Zustände sind kein Einzelfall, sondern der Regelfall an deutschen Kliniken.

Letzten Endes kommt es aber darauf an, dass die Belegschaft des Uniklinikums sich in den Auseinandersetzung mit der Klinikumsleitung nicht spalten lässt und in Zukunft noch kämpferischer und hartnäckiger für ihre Forderungen eintritt! Dazu wollen wir mit unseren Aktionen einen Beitrag leisten.

 Das Outing reiht sich in usnere Kampagne „Unsere Zukunft statt eure Profite“, die sich zum Ziel gesetzt hat, die miserablen Arbeits- und Ausbildungsbedingungen der Arbeiterjugend in Deutschland aufzudecken und zu skandalisieren. Als konkretes Ziel fordern wir daher ein Ausbildungsgesetz.