14. April 2015 – 20 Uhr – Club Voltaire (Haaggasse 26b, Tübingen)

Am 2. Mai 2014 flüchtet sich eine Gruppe von regierungskritischen Aktivisten nach heftigen Auseinandersetzungen mit Anhängern des Euro-Maidan in das Gewerkschaftshaus von Odessa, um sich vor den Angreifern zu schützen. Als diese anfangen Molotow-Cocktails auf das Gebäude zu werfen ist die Lage nicht mehr zu retten. Das Gebäude fängt Feuer, über 48 Menschen kommen in den Flammen ums Leben. In den westlichen Medien fand das Ereignis kaum Beachtung und auch die ukrainische Regierung war an der Aufklärung nicht interessiert. In dem Film „Lauffeuer“ kommen Überlebende und Augenzeugen zu Wort, die nicht nur an das erschütternde Ereignis erinnern, sondern auch auf die Hintergründe aufmerksam machen. Dabei wird vor allem die Rolle von Politik und Polizei an diesem Tag in den Blick genommen und es wird deutlich gemacht, dass das Massaker von Odessa kein Zufall war.

Der Eintritt ist wie immer frei, nach dem Film gibt es Raum für Kaltgetränke, Diskussionen und Austausch.

14. April 2015 – 20 Uhr – Club Voltaire (Haaggasse 26b, Tübingen)

Roter Tresen am 10. März 2015 um 20 Uhr im Club Voltaire, Haaggasse 26b, Tübingen

Anlässlich des internationalen Frauenkampftags am 08. März wird das Thema des Abends die Situation junger Frauen in unserer Gesellschaft sein. Denn seit der Einführung des Frauentags 1911 hat sich zwar einiges getan, doch von einer wirklichen Gleichberechtigung kann noch lange keine Rede sein. Klassische Rollenbilder sind wieder auf dem Vormarsch, Alltagssexismus begegnet einem nahezu überall und auch auf dem Arbeitsmarkt ist die Situation für Frauen in der Regel deutlich schlechter als für Männer. Frauen verdienen durchschnittlich 22-23 % weniger als Männer und viele Frauen befinden sich in prekären Arbeitsverhältnissen. So sind beispielsweise 65 % der ausschließlich geringfügig Beschäftigten Frauen.

Einer dieser prekären Berufe ist der der „Putzfrau“. Nach einer allgemeinen Einführung werden wir gemeinsam den Film „Aufstand der Putzfrauen. Kein Job, kein Geld, aber Power!“ anschauen. Darin dokumentiert die Regisseurin Monika Schäfer den Kampf von 30 Frauen um ihren Arbeitsplatz. Als die Firma, für die die Frauen arbeiten insolvent geht, sollen sie von heute auf morgen ihren Job verlieren. , auch die Lohnzahlung bleibt wochenlang aus. Das wollen und können sich die Frauen nicht gefallen lassen. Sie schließen sich zusammen und beginnen sich zu wehren. Ihr Kampf besteht aus Protestaktionen gegen den Chef – wie beispielsweise das Verstecken von Dienstwagen – bis hin zur Planung der Gründung einer eigenen Firma. In die Lage versetzt mit allen Mitteln um ihre Existenz kämpfen zu müssen, machen die Frauen die Erfahrung, dass der gemeinsame Kampf nicht nur effektiver ist, sondern auch wesentlich mehr Spaß macht.

Im Anschluss an den Film besteht wie immer die Möglichkeit über das Thema zu diskutieren und den Abend in netter Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Wo? Club Voltaire, Haaggasse 26 b, Tübingen

Wann? Dienstag, 10.03.15, 20 Uhr

Nackt unter Wölfen

Solidarität in Zeiten der Barbarei

Am 11. April 2015 jährt sich zum 70. Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald. Mit der Unterstützung der herannahenden 3. US-Armee wagten Häftlinge unter der Führung des illegalen Internationalen Lagerkomitees (ILK) den lange vorbereiteten bewaffneten Aufstand und entwaffneten die verbleibenden SS-Truppen, 21.000 Menschen wurden so vom Joch des deutschen Faschismus befreit. Der DDR-Schriftsteller Bruno Apitz hat diesem historischen Ereignis ein literarisches Denkmal gesetzt. In seinem Roman Nackt unter Wölfen erzählt er die Geschichte eines kleinen Kindes, welches in das Lager geschmuggelt und dort vom ILK versteckt wird. Nackt unter Wölfen ist keine detailgetreue Rekonstruktion des KZ Buchenwald, sondern konzentriert sich auf die Frage, wie Solidarität unter solch widrigen Umständen aussehen kann.

Apitz war ab 1934 im Zuchthaus Waldheim inhaftiert und verbrachte die Jahre 1937 bis 1945 selbst im KZ Buchenwald. Seine als Filmplot konzipierte Erzählung wurde nicht umgesetzt, woraufhin er das Manuskript umschrieb und 1958 als Buch veröffentlichte. Es erreichte schnell Millionenauflagen in der DDR und prägte die Politik nach dem zweiten Weltkrieg maßgeblich. Wir zeigen beim Roten Tresen die DEFA-Verfilmung von Nackt unter Wölfen aus dem Jahr 1963, welcher den „grundsätzlichen Konflikt zwischen menschlichem Mitgefühl und politischem Verstand“ (Ulrich Gregor) darstellt.

Im Anschluss an den Film gibt es wie immer die Möglichkeit über den Film und sein Verhältnis zur Geschichte zu diskutieren. Der Eintritt ist frei.

Datum: 10. Februar 2015, 20 Uhr

Ort: Club Voltaire, Haaggasse 26b, 72070 Tübingen

 

 

Ort: Club Voltaire, Haaggasse 26 b, Tübingen

Zeit: Dienstag, 13.01.15, 20 Uhr

Nie wieder soll ein Krieg von deutschem Boden ausgehen“ lautete die Losung nach dem 2. Weltkrieg. Inzwischen gibt es weltweit kaum mehr einen Krieg, an dem Deutschland nicht beteiligt ist. Auslandseinsätze der Bundeswehr sind wieder an der Tagesordnung und auch die mediale Kriegstrommel läuft auf Hochtouren.

Einen Wendepunkt in der deutschen Kriegspolitik stellte der Kosovo-Krieg dar – der erste Angriffskrieg nach dem Ende des 2. Weltkriegs, an dem Deutschland maßgeblich beteiligt war. Wir möchten daher gemeinsam den Dokumentarfilm „Es begann mit einer Lüge“ anschauen. In diesem werden die damals verwendete Kriegspropaganda und die verbreiteten Kriegslügen entlarvt.

Das Thema des Abends soll allerdings darüber hinausgehen und sich nicht nur auf den konkreten Fall des Kosovo-Kriegs beschränken, sondern sich auch mit aktuellen Tendenzen deutscher Kriegspolitik beschäftigen. Nicht zuletzt, weil 2015 mit der Nato-Sicherheitskonferenz und dem G7-Gipfel gleich zwei Treffen imperialistischer Großmächte in Deutschland stattfinden.

Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit bei Limo und Bier gemeinsam über das Thema zu diskutieren.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Alle Infos zur Mobilisierung gegen die SiKo findet ihr unter: www.stop-wars.de

Roter Tresen_Che_dunkelDer Rote Tresen findet wie immer statt im Club Voltaire, beginnt um 20:00 Uhr und der Eintritt ist kostenlos.

Kapitalismus macht krank!: Gesundheitssysteme in Deutschland, den USA und Kuba im Vergleich

Kranke Menschen werden aus dem Krankenhaus auf die Straße gesetzt, weil sie nicht zahlungsfähig sind. Um Arztrechnungen bezahlen zu können, müssen hohe Schulden aufgenommen werden. Notärzte verlangen zuerst die Versicherungskarte, bevor sie sich um die Patienten kümmern. Das klingt wie ein schlechter Witz, ist aber für viele Menschen Realität.

Wir werden uns mit dem Gesundheitswesen im Kapitalismus beschäftigen und der Frage nachgehen, wie eigentlich Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen funktionieren, welche Rolle die Versicherungen dabei spielen und warum die Bedürfnisse der Patienten dabei nicht an erster Stelle stehen.

Dazu schauen wir gemeinsam Teile aus dem Dokumentarfilm „Sicko“ von Michael Moore an. Dieser zeigt eindrücklich die Problematiken des US-Amerikanischen Gesundheitssystems. Doch auch in Deutschland ist die Lage nicht gerade rosig. Zusätzlich möchten wir daher der Frage nachgehen, wie eigentlich Gesundheitsversorgung in verschiedenen Gesellschaftssystemen organisiert ist. In einem kurzen Podiumsgespräch wird es dabei zunächst um das Deutsche und dann um das Kubanische Gesundheitssystem gehen.

Kneipe. Kino. Kommunismus.

Jeden 2. Dienstag im Monat // 20 Uhr // Club Voltaire // Tübingen

Wir erleben momentan die größte Wirtschaftskrise, die der Kapitalismus seit 1929 hervorgebracht hat. Während deutsche Unternehmen jedoch ihre Gewinne auf Rekordhöhen steigern, müssen ArbeiterInnen, Erwerbslose und Angestellte ebenso wie SchülerInnen, StudentInnen und Auszubildende die Kosten der Krise tragen und die Scheiße ausbaden. Europaweit haben sich insbesondere für Jugendliche die Lebens- und Arbeitsverhältnisse deutlich verschlechtert: Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt z.B. im europaweiten Durschnitt knapp 24% und hat in Griechenland und Spanien die 50% Grenze bereits deutlich überschritten. Aber auch in Deutschland sind prekäre Arbeits- und Ausbildungsbedingungen nicht die Ausnahme sondern die Regel.

Vereinzelt jedoch regt sich Widerstand gegen diese Dominanz von Profitinteressen einiger weniger Kapitalisten über unsere Lebensinteressen. Wir wollen uns bei diesem Roten Tresen in einem Podiumsgespräch mit Auszubildenden u.a. von WMF Geislingen über bestehende Kämpfe austauschen und versuchen, Folgerungen für zukünftige Auseinandersetzungen abzuleiten. Weil für uns feststeht, dass nur in internationaler Solidarität eine Alternative zum Kapitalismus erkämpft werden kann, wird es ausserdem einen Input zur Jugendarbeitslosigkeit in Europa von einer Genossin der Kommunistischen Jugend Griechenlands geben.

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Wir freuen uns über euer Erscheinen!

Ein Raum, ein Tresen, viele Ideen: Wer mit uns politische Filme sehen, spannende Vorträge hören, in offener, angenehmer Atmosphäre über politische Fragen diskutieren möchte oder wer einfach nur in solidarischer Gesellschaft ein Feierabendbier trinken will: Alle sind herzlich willkommen! Der Rote Tresen findet jeden zweiten Dienstag im Monat statt.

Der Rote Tresen ist eine Veranstaltungsreihe der SDAJ Tübingen, in Kooperation mit dem LAIKA Verlag und dem Club Voltaire.

Roter Tresen_Che_small

Roter Tresen zum Thema DDR am 14. Oktober 2014 um 20 Uhr im Club Voltaire (Haaggasse 26b, 72070 Tübingen)

Die DDR ist Vergangenheit. Soviel steht fest. Der 9. November, der Fall der Berliner Mauer, jährt sich 2014 zum 25. Mal. Eine ganze Generation ist herangewachsen, für die die DDR bloß noch Geschichte ist. Vergangen und vergessen? Auch 25 Jahre später gibt es noch Unterschiede zwischen Ost und West, vom niedrigen Lohn, bis zum (noch) besseren Angebot an Krippenplätzen. Und auch Politik, Medien und Schule sorgen dafür, dass die DDR nicht vergessen wird. Ein „Unrechtsstaat“ soll die DDR gewesen sein und freuen sollen wir uns, in der so freiheitlichen Bundesrepublik aufgewachsen zu sein. Wir wollen mit einer Doku+Diskussion und unserer Broschüre genauer hinschauen – dabei interessieren uns nicht nur die großen Daten, sondern auch was zwischen dieses Daten passiert: Wie haben die Menschen in der DDR gelebt und gearbeitet.

Eintritt kostenlos.

Ein Raum, ein Tresen, viele Ideen: Wer mit uns politische Filme sehen, spannende Vorträge hören und in offener, angenehmer Atmosphäre über politische Fragen diskutieren möchte, die ihr/ihm unter den Nägeln brennen oder wer einfach nur in solidarischer Gesellschaft ein Feierabendbier trinken möchte: Alle sind herzlich willkommen! Der Rote Tresen findet immer am 2. Dienstag im Monat statt.

Der Rote Tresen ist eine Veranstaltungsreihe der SDAJ Tübingen, in Kooperation mit dem LAIKA Verlag und dem Club Voltaire.

 

DDR-Broschüre_cover-212x300

Wegen Renovierungsarbeiten im Club Voltaire geht der Rote Tresen im August und September in die Sommerpause. Ab Oktober geht es dann wie gehabt weiter, jeden zweiten Dienstag im Monat, selbstorganisiert und kostenlos.

Ihr dürft euch in der Zwischenzeit schonmal auf spannende Filme, Gäste und Diskussionen freuen – wir sehen uns im Oktober!

Diesmal zeigen wir den Film „Zeit für Zeugen“. Der Film erinnert an das Lebenswerk von Ettie und Peter Gingold, die beide als junge Erwachsene während der Okkupation des faschistischen Deutschland in der französischen Widerstandsbewegung Résistance kämpften. Sie leisteten entschiedenen Widerstand unter Einsatz ihres Lebens, waren 1944 an der Befreiung von Paris beteiligt und blieben ihr Leben lang als Kommunisten und Antifaschisten in der BRD aktiv im Einsatz für eine freie und demokratische Gesellschaft. Insbesondere engagierten sie sich gegen jede Tendenz von neuem Faschismus, Antisemitismus und Rassismus. Als Zeitzeugen traten sie vor Schulklassen, Jugendgruppen und auf Demonstrationen und Kundgebungen auf.

Wie immer kostenlos, im Club Voltaire (Haaggasse 26), ab 20:00

Der Rote Tresen ist eine Veranstaltungsreihe der SDAJ Tübingen, in Kooperation mit dem LAIKA Verlag und dem Club Voltaire.Peter+Ettie2 Kopie

Peter+Ettie2 Kopie

Ihr Leben für die Revolution_smallDiesmal wird es beim Roten Tresen um Phoolan Devi gehen, eine indische Sozialrebellin mit einer unglaublichen Lebensgeschichte. Selten treten patriarchalen Strukturen deutlicher als fester Bestandteil der kapitalistischen Gesellschaft auf und selten wird die Geschichte des Kampfes einer Frau gegen eben diese grausamen Verhältnisse so klar dargestellt, wie in diesem Film.

Ein Raum, ein Tresen, viele Ideen: Wer mit uns politische Filme sehen und in offener, angenehmer Atmosphäre über politische Fragen diskutieren möchte, die ihr/ihm unter den Nägeln brennen, oder wer einfach nur in solidarischer Gesellschaft ein Feierabendbier trinken möchte: Alle sind herzlich willkommen!

Der Rote Tresen ist eine Veranstaltungsreihe der SDAJ Tübingen, in Kooperation mit dem LAIKA Verlag und dem Club Voltaire.