Jugendblock_headerDie SDAJ Tübingen unterstützt dieses Jahr den Jugendblock auf der DGB-Demo.

Wann geht’s los? 10:30 am Europaplatz (Obf) Wie geht’s weiter? ab 11:00 Kundgebung und Maifest auf dem Marktplatz Und danach? Ab 12:00 internationalistsiches Straßenfest der SDAJ am Haagtor (Bier und veganes Essen gibt’s gegen Spende, gute Stimmung is umsonst. Ansonsten: Büchertisch, Revolutionsquizz, nette Leute und interessante Diskussionen – komm vorbei!)

UNSER AUFRUF ZUM 1. MAI:

Klick hier  um das Mobivideo zu den Jugendblöcken am 1.Mai zu sehen

Auch im Jahr 2014 das gleiche Bild: Wir – die arbeitende und lernende Jugend – geraten immer häufiger aufs Abstellgleis. Schmalspurausbildung, Überstunden, Angst vor Arbeitslosigkeit und Hartz IV gehören für uns Jugendliche bereits zum Alltag. Die Kosten für die eigene Ausbildung gehen in die Höhe, die Qualität sinkt jedoch in den Keller. Ob in Deutschland, Spanien, Griechenland: Die anhaltenden Krise verschärft die miese Situation der Jugend in Europa noch einmal massiv.

Jung & Arbeitslos heißt keine Zukunft & keine Perspektive

Uns wird gesagt, dass wir uns in Deutschland doch freuen könnten: Im Vergleich mit den anderen europäischen Ländern hätten wir doch „kaum Probleme“. Eine „läppische“ Arbeitslosenquote von Jugendlichen unter 25 von nur 7,5% – im Vergleich mit Quoten von über 50% in Spanien und Griechenland. Doch alleine 266000 Jugendliche tauchen in den „läppischen“ 7.5% nicht auf, weil sie in unterschiedlichsten „Warteschleifen“ à la „Berufsvorbereitendes Jahr (BVJ)“ stecken. Gleichzeitig wird verschwiegen, auf wessen Kosten die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland eigentlich gedrückt wird: Die Agenda 2010, besonders die Einführung von Hartz IV, hat dazu geführt, dass die Schere der Reichtumsverteilung immer weiter auseinander geht. Denn der Reichtum einer kleinen Minderheit (die reichsten 10% besitzen mehr als das 13fache der ärmsten 50%) lastet immer mehr auch auf den Schultern der Arbeitslosen und der Jugend. Wie jüngst das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in einer Studie veröffentlicht hat, verfügen 49% der Jugendlichen in Ausbildung oder Praktikum über überhaupt kein Vermögen oder haben sogar Schulden – bei Arbeitslosen sind es sogar 65,5%. Damit schießt Deutschland den Vogel ab: In keinem anderen Land der Eurozone, d.h. weder in Spanien, noch in Griechenland, ist die Reichtumsverteilung so ungleich wie hier. Jung und arbeitslos sein, heißt in Deutschland, keinerlei Perspektive, keinerlei Hoffnung auf eine gesicherte Zukunft zu haben.

Fünf „EU-Gipfel“ zur Jugendarbeitslosigkeit im Jahr 2013 haben die Situation für Jugendliche in Europa um kein Deut gebessert, im Gegenteil: Auf jedem dieser Treffen wurde festgestellt, dass sich die miese Situation noch mehr verbreitet, dass noch mehr Jugendliche ohne Job und ohne Zukunft dar stehen. Jetzt „noch mehr EU“ zu fordern, um aus dem Schlamassel herauszukommen, klingt wie ein schlechter Witz: Denn „mehr EU“ bedeutet mehr aggressive Sparpolitik und damit nur noch mehr Reichtum von Banken und Konzernen auf unsere Kosten, das heißt auf Kosten der Jugend von Europa. Deshalb heißt es für uns bei den Europawahlen am 25. Mai unsere Stimme gegen die EU zu erheben und die einzig wirkliche Alternative zu wählen: Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) stellt sich kompromisslos gegen die Sparpolitik der EU und die Umverteilung zugunsten der Banken und Konzerne.

Kämpfen für die eigenen Interessen: Gemeinsam, Solidarisch und International

Letztlich müssen wir unsere Zukunft in die eigene Hand nehmen und unsere Perspektiven selbst erkämpfen: Ein Schritt dahin ist der Kampf für ein verbindliches Ausbildungsgesetz – statt einem „Ausbildungspakt“, der von der Bundesregierung und den Unternehmen gefeiert wird, obwohl der Mangel an Ausbildungsplätzen uns weiterhin ein selbstbestimmtes Leben unmöglich macht. Nicht mal jedes vierte Unternehmen in Deutschland bildet aus und selbst wenn, dann ist von Übernahme nach der Ausbildung meist keine Rede. Doch ein Ausbildungsgesetz, das jedem und  jeder Jugendlichen einen Ausbildungsplatz und die unbefristete Übernahme im Beruf garantiert, ist ein wirksames Mittel gegen Jugendarbeitslosigkeit.

Wir müssen anfangen, für unsere eigenen Interessen und unsere Zukunft als Jugend von Europa zu kämpfen – denn weder ein Ausbildungsgesetz, noch die Befreiung von Existenzangst und Perspektivlosigkeit überhaupt wird uns einfach so geschenkt. Miese Ausbildungsbedingungen und schlechte Bezahlung müssen wir öffentlich bekämpfen und die Streiks der KollegInnen im Einzelhandel im Winter haben gezeigt: Kämpfen lohnt sich! Langfristig heißt unsere Perspektive Sozialismus: Es ist die einzige Gesellschaftsform, in der unsere Bedürfnisse und Interessen statt den Profiten der Banken und Konzerne wirklich eine Rolle spielen. Wenn wir das erreichen wollen, müssen wir uns im Betrieb in den Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV), den Gewerkschaften und in der SDAJ organisieren. Denn niemand vertritt unsere Interessen und Bedürfnisse so gut wie wir selbst – im Betrieb, in der Schule und heute auf der Straße: Heraus zum 1.Mai!

Wir fordern ein Ausbildungsgesetz, welches u.a. Folgendes garantiert:

  • JedeR hat das Recht auf einen Ausbildungsplatz seiner/ihrer Wahl!
  • Wer nicht ausbildet, muss zahlen: Für eine Umlagefinanzierung!
  • Unbefristete Vollzeitübernahme im erlernten Beruf für alle!
  • Für ein Verbot von unbezahlter Ausbildung: Mindestausbildungsvergütung 1.200€ Netto!

 

Hier gibts eine Kopiervorlage für die 1.Mai Demonstration zum Download:

1.Mai_Kopiervorlage.pdf
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plakat

Wir unterstützen das Überregionale Bündnis Nazis Stoppen! Fahrt am 12. Oktober mit uns nach Göppingen! Infos zur gemeinsamen Anfahrt aus Tübingen folgen in Kürze.

Nazis stoppen!
Kein Naziaufmarsch am 12. Oktober in Göppingen!

Die Faschisten in der Region Göppingen haben in den letzten Jahren eine aktive Naziszene aufgebaut. Allein im letzten Jahr veranstalteten die selbsternannten “Autonomen Nationalisten Göppingen” fünf Kundgebungen und Demonstrationen und fielen immer wieder auf, durch Bedrohungen und Angriffe gegen Menschen, die nicht in ihre beschränkte Weltanschauung passen. Am 12. Oktober wollen sie nun erneut aufmarschieren. Das lassen wir uns nicht bieten!

Die Stadt Göppingen ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich Naziszenen entwickeln können, wenn sie nicht frühzeitig als Problem erkannt und bekämpft, sondern stattdessen von Lokalpolitik und Stadtverwaltung verheimlicht und verharmlost werden. Wenn Nazis auf diese Art Raum geboten wird, nutzen sie diesen und breiten sich aus. Bringt man ihnen Gleichgültigkeit oder gar Toleranz entgegen, so zeigen sie verstärkte Präsenz durch Angriffe und Agitation. Jedes selbstbestimmte öffentliche Auftreten der Faschisten stärkt sie nach Innen und ist eine unmissverständliche Drohgebärde nach Außen. Je stärker und durchsetzungsfähiger sie sich dabei geben können, desto anziehender wirkt der Auftritt auf rechtsoffene SympathisantInnen, desto höher also die Gefahr von weiterem Zulauf.

Seit nunmehr über 90 Jahren morden sich der Faschismus und seine Vertreter durch die Geschichte. Mindestens 184 Tote durch Nazigewalt in der BRD seit 1990, die NSU-Morde und der rassistische Massenmord von Oslo sind aktuelle Beispiele der mörderischen Konsequenzen dieser Ideologie. Es ist ein fataler Fehler, diese Taten aus ihrem politischen Zusammenhang zu lösen und zu Gewalttaten fanatischer Einzeltäter umzudeuten. So bleiben die dahinterstehenden Strukturen, Netzwerke und Verbindungen im Dunkeln und werden verharmlost. Die deutschen Faschisten haben mit ihrem Vernichtungszug gegen die europäischen Jüdinnen und Juden, gegen Sinti und Roma und Homosexuelle, mit der blutigen Zerschlagung der gesamten ArbeiterInnenbewegung und dem kompromisslosen Kampf gegen alle fortschrittlich gewandten Menschen schon einmal eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte geschrieben. Auch wenn die faschistische Gewalt heute in ihren Dimensionen neben diesen Ereignissen verblasst, so entspringt sie doch derselben Intention, derselben Gedankenfolge von wertvollem und unwertem Leben. Die heutigen Faschisten sind die direkten Nachfolger der Nazis von damals. Zwangsarbeit, das Verbot jeder gewerkschaftlicher Mitbestimmung, die systematische Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und nicht zuletzt ein unvorstellbar zerstörerischer Weltkrieg, dem Millionen von Menschen geopfert wurden. Das sind die realen Auswirkungen einer faschistischen Herrschaft. Mit dem vermeintlichen Kampf gegen “Unrecht”, oder gar antikapitalistischen Aussichten hat das nichts zu tun. Nazis sind keine Antikapitalisten, sondern streben die Zuspitzung von Ausbeutung und Unterdrückung an. Eine vielfältige und dabei gleichberechtigte Gesellschaft mit wirklichen Beteiligungsmöglichkeiten ist das genaue Gegenteil der faschistischen Bestrebungen und ihr erstes Angriffsziel.

Alle, die für Solidarität und gesellschaftliche Mitbestimmung eintreten, haben zugleich auch die Pflicht, rechte Angriffe abzuwehren und den Nazis einen aktiven Widerstand entgegenzubringen. Solange die menschenfeindliche faschistische Hetze verbreitet werden kann, ist es notwendig, den Verantwortlichen jeden Handlungsraum zu nehmen. Faschistische Demonstrationen sind zwar nur die Spitze des Eisbergs, sie sind zugleich aber der offensichtlichste Punkt, an dem eine Gegenbewegung ansetzen kann und muss. Diese Aufmärsche mit Blockaden zu verhindern ist ein viel erprobtes Mittel, das sich in den letzten Jahren mehrfach bewährt hat. In zahlreichen Städten in der ganzen BRD – Dresden, Karlsruhe, Mannheim, oder Potsdam sind nur einige Beispiele – haben hunderte und tausende Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft, unabhängig von Alter, Herkunft, oder sozialem Hintergrund mit engagiertem Einsatz bewiesen, dass Nazis gestoppt werden können. Um das zu erreichen, müssen wir als antifaschistische Bewegung zusammenhalten und einen respektvollen und solidarischen Umgang wahren.

Am 12. Oktober werden wir den Nazis in Göppingen unsere Solidarität, unseren Zusammenhalt und unsere Entschlossenheit entgegensetzen – sie sollen keinen Schritt laufen!. Dabei wollen wir uns weder auf Provokationen der Polizei einlassen, noch werden wir uns von ihr einschüchtern, oder uns von unserem Vorhaben abbringen lassen. Kommt alle und bringt gemeinsam mit uns einen vielfältigen, kreativen und dynamischen Widerstand auf die Straße! Wir werden die Stadt mit Leben füllen, lautstark demonstrieren und die Nazis blockieren. Solange die Gegner eines solidarischen und gleichberechtigten Zusammenlebens ihre Hetze auf die Straße tragen, werden wir nicht aufhören eines deutlich zu machen:

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Kein Fußbreit den Faschisten!

Am 11. September 2013 jährte sich zum vierzigsten Mal der Militärputsch gegen die Regierung der Unidad Popular unter Salvador Allende in Chile. Zu diesem Anlass zeigen wir im Rahmen des Roten Tresens im Club Voltaire die deiteilige Dokumentarfilmreihe „Die Schlacht um Chile“ (La Batalla de Chile).

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cropped-header-kopieDemo Gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober in Stuttgart

Die Demonstration gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober soll um 14:00 Uhr an der Lautenschlagerstraße in der Nähe des Stuttgarter Hauptbahnhofes beginnen.

csm_lageplan_festgelaende_01.00_5894030_222b6406c7-300x217Bezüglich der Route laufen aktuell Verhandlungen mit dem Ordnungsamt. Da die Feierlichkeiten noch in Planung sind und einen Großteil der Innenstadt in Beschlag nehmen sollen, versucht die Behörde eine klare Bestätigung der angemeldeten Route herauszuzögern.  Wir bleiben dran und informieren euch hier, sobald es dazu Neuigkeiten gibt!

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Das Programm zur Show der Herrschenden findet sich hier. Neben den teilnehmenden Einrichtungen und unterstützenden Sponsoren, sowie der dort auftretenden politischen und kulturellen Repräsentanz findet ihr hier einen groben räumlichen Überblick zu den Feierlichkeiten.

Gemeinsame Zugfahrt aus Tübingen:

Treffpunkt: 12:45, Hbf Tübingen.

Aufruf des antikapitalistischen Bündnisses:

Am 3. Oktober sollen in Stuttgart die offiziellen Feierlichkeiten zum sogenannten „Tag der Deutschen Einheit“ stattfinden. Unter dem Motto „Zusammen einzigartig“ werden eine halbe Million Besucher zu dem Spektakel erwartet. Mit Partymeile, Bürgerfest, Gottesdienst, Spiel- und Sportarena und staatsoffiziellem Festakt soll die aufwändige Inszenierung vor allem eines: Den kompromisslosen Siegeszug des deutschen Kapitals der letzten 23 Jahren in hellem Glanz präsentieren und als Wohltat für die gesamte Bevölkerung verkaufen. Mit unermüdlicher Hetze gegen die DDR als sozialistischen Staat, sollen gesellschaftliche Perspektiven jenseits des Kapitalismus zugleich diskreditiert und als „ewig gestrig“ abgestempelt werden. Im Spotlight der großen Show stehen reaktionäre Impulsgeber  wie Bundespräsident Gauck, der nicht nur den Rassismus eines Thilo Sarrazin für mutig befindet und den deutschen Kriegseinsatz in Afghanistan gerne fortsetzen möchte, sondern auch das Hartz4-Armutpaket als Muntermacher würdigt.

Was die Einverleibung der DDR und die 1990 angestoßene Entwicklungen für den größten Teil der Bevölkerung innerhalb der neugezogenen Grenzen der BRD tatsächlich bedeuteten, ist alles andere als ein Grund zu feiern. Massenarbeitslosigkeit, Armut, weitreichender staatlicher Sozialabbau, sinkende Reallöhne und prekäre Arbeitsverhältnisse. Das sind die Einschnitte, die für die kapitalistischen Interessen am „Standort Deutschland“ in den letzten Jahren in Kauf genommen werden sollten. Die Beteiligung der Bundeswehr an Kriegseinsätzen auf dem gesamten Globus zur Sicherung von Einflusssphären, Ressourcen und Absatzmärkten gehört ebenso zum „Deutschland-Komplettpaket“, wie eine passende ideologische Unterfütterung der kapitalistischen Mobilmachung: Schwarz-Rot-Goldener Einheitstaumel ist wieder voll im Trend und soll nicht nur bei Fußballspielen und an Feiertagen für ein nationales Gemeinschaftsgefühl sorgen, dass weder Ausgebeutete noch Ausbeuter kennt und alle scheinbar an einem Strang ziehen lässt. Diejenigen, die nicht in dieses nationalistische Konzept passen, wie “unerwünschte” MigrantInnen, oder sozial Benachteiligte, haben dabei das Nachsehen. Rassistische und sozialdarwinistische Stimmungsmache und Gewalt, haben in den letzten 20 Jahren in Pogromen und Morden immer wieder traurige Höhepunkte erlebt.

Was ist Anfang der 90er Jahre also passiert? Mit dem Niedergang der DDR und den sozialistischen Staaten um die Sowjetunion, ist die große Systemkonkurrenz der westlichen kapitalistischen Staaten gefallen. Damit ist auch die hohe Messlatte verschwunden, die sozialistische Staaten wie die DDR in Sachen Sozialpolitik im Weltmaßstab gesetzt haben. Durch verstaatlichte Ressourcen und Märkte, sowie hohe Standards der sozialen Sicherung haben sie den globalen kapitalistischen Verwertungsdrang in einem gewissen Rahmen gehalten und das westliche Kapital zu Zugeständnissen an die lohnabhängige Bevölkerung gezwungen. Der Weg für Kürzungsorgien und den Rückbau von erkämpften Rechten der Lohnabhängigen in der BRD, wurde durch den sozialistischen Zusammenbruch wieder freigeräumt. Die Produktionsmittel der DDR gingen derweil entweder zu Ramschpreisen in kapitalistische Hände über, oder wurden schlichtweg brachgelegt, um westlichen Kapitalfraktionen keine neue Konkurrenz zu schaffen. Für die Lohnabhängigen blieb eine zerstörte wirtschaftliche Infrastruktur und soziale Perspektivlosigkeit zurück. Die neue Größe und das erhöhte wirtschaftliche Potenzial der neuen BRD brachten Großmachtbestrebungen der Herrschenden mit sich, die gerade heute in der autoritären deutschen Europapolitik wieder offen zu Tage treten.

Auch heute noch ist die DDR den Herrschenden ein Dorn im Auge. Anstatt einer ernsthaften Auseinandersetzung mit den Fehlern des Staates, werden Vergleiche zum menschenverachtenden deutschen Faschismus gezogen und Probleme wie staatliche Repression, einseitige Beteiligungsmöglichkeiten und Privilegien für die Oberschicht, die in kapitalistischen Staaten noch wesentlich ausgeprägter sind, groß skandalisiert. Dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass Errungenschaften des sozialistisches Staates, wie die allgemeine Sicherung vor Armut, das Bildungssystem ohne strukturelle Benachteiligungen, oder die weitreichende Gleichberechtigung von Frauen, in der öffentlichen Auseinandersetzung zugleich konsequent ausgeblendet werden.

Wir werden am 3. Oktober auf die Straße gehen, um gegen die Glorifizierung des kapitalistischen Vormarsches in allen Bereichen der Gesellschaft zu protestieren. Die nationalistische Proklamierung von „Einheit“ und „Zusammenhalt“ kann einzig und allein denen nutzen, die von den immer schlechteren Lebens- und Arbeitsbedingungen der lohnabhängigen Masse der Bevölkerung profitieren. Ob die vermeintliche Zusammengehörigkeit in rassistischer Manier durch Abgrenzung und Diffamierung von Anderen, oder ganz modern als „multikulturelles Teamwork“ für den deutschen Standort, präsentiert wird, spielt letztendlich keine Rolle – wir lassen uns davon nicht täuschen! Im Kampf um eine solidarische und gerechte Gesellschaft lassen wir uns weder entlang unserer Herkunft und Kultur spalten, noch vergessen wir den Unterschied zwischen der profitablen Aneignung und dem erzwungenem Verkauf von Arbeitskraft. Unsere eigentlichen Gemeinsamkeiten kann kein Nationalstaat präsentieren. Sie stecken vielmehr in dem Interesse, eine befreite Gesellschaft aufzubauen. Eine Gesellschaft, in der wir gemeinsam und ausgehend von den vorhandenen Möglichkeiten und Bedürfnissen der Menschen, über die Produktion und Verteilung von Gütern und den Aufbau des sozialen Gefüges entscheiden.

Mit einer lautstarken antikapitalistischen Demonstration und kreativen Störaktionen während den Feierlichkeiten zum 3. Oktober werden wir deutlich machen, dass wir die unaufhaltsam anwachsenden Missstände in der Gesellschaft nicht einfach hinnehmen. Daran ändern auch inszenierte Jubelorgien nichts.

Der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte!
Für eine antikapitalistische Perspektive!

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Kneipe. Kino. Kommunismus

Jeden 2. Dienstag im Monat // Club Voltaire // Tübingen

Zum ersten (und nicht letzten) Mal eröffnen wir den Roten Tresen  im Club Voltaire! Ein Raum, ein Tresen, viele Ideen: Wer mit uns politische Filme sehen und in offener, angenehmer Atmosphäre über politische Fragen diskutieren möchte, die ihr/ihm unter den Nägeln brennen, oder wer einfach nur in solidarischer Gesellschaft ein Feierabendbier trinken möchte: Alle sind herzlich willkommen!

Nach der Sommerpause (also ab Oktober) wird der Rote Tresen jeden zweiten Dienstag im Monat stattfidnen. Gezeigt werden Dokumentarfilme aus der „Bibliothek des Widerstands„. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen, zu diskutieren und sich auszutauschen.

Di. 9. Juli 2013 // 20:00

Wir zeigen den Film „Scenes from the class struggle in Portugal“ über die Ereignisse während und nach der Nelkenrevolution 1974 in Portugal. Danach wird der Tresen geöffnet sein. Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen.

(Der Rote Tresen ist eine Veranstaltungsreihe der SDAJ Tübingen, in Kooperation mit dem LAIKA Verlag und dem Club Voltaire.)

PartyflyerAm 29. Juni findet im Fichtehaus (Herrenberger Str. 40, Tübingen) eine Kuba-Soliparty statt. Um 20:00 zeigen wir den Dokumentarfilm „Zucker und Salz“ – Der Filmemacher Tobias Kriele wird als Gast für Fragen und Diskussion anwesend sein.

Hier findet ihr den offiziellen Filmtrailer

Ab 22:00 gibt es Cocktails, Cumbia und Tropical Beats…

Der gesamte Erlös des Abends wird einem Solidaritätsprojekt zugute kommen, das den Austausch zwischen jugendlichen aus Kuba und Deustchland fördern soll.

Solidaridad con Cuba socialista!

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Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

 Am vergangenen Dienstag, dem 4. Juni, haben mittags etwa dreißig Personen auf dem Tübinger Holzmarkt ein lautstarkes Zeichen der Solidarität mit den Demonstranten, die in den Tagen zuvor in Frankfurt am Main sowie verschiedenen Städten der Türkei massiver Polizeigewalt ausgesetzt waren, gesetzt.

 In Istanbul wurde ein Camp von Umweltaktivist_innen am zentralen Taksim-Platz tagelang von der Polizei angegriffen und letztlich brutal geräumt. Hunderttausende Menschen gingen am Wochenende in über 90 Städten in der Türkei auf die Straße um gegen dieses Vorgehen zu demonstrieren – die Polizei antwortete wieder mit massiver Gewalt, die inzwischen schon mindestens zwei Tote auf Seiten der Demonstrant_innen gefordert hat. In Frankfurt wurden am Samstag während der Blockupy-Aktionstage tausende Menschen von der Polizei am Demonstrieren gehindert und unter massiver Gewalt stundenlang eingekesselt. Wir dürfen die Augen nicht davor verschließen: Gewalt von Seiten des Staates ist kein Versehen – vielmehr ist es fester Bestandteil der Strategie der Herrschenden zur Erhaltung der kapitalistischen Verhältnisse!

 Aus diesem Grund hatten wir als Tübinger SDAJ-Gruppe beschlossen, gemeinsam mit Vertreter_innen anderer linker Gruppen eine unangemeldete Soli-Kundgebung durchzuführen. Dafür haben wir einen Flyer entworfen, den wir an Passanten verteilten, wobei wir den Text des Flugblattes außerdem mit Hilfe eines Megafons – eine lohnende Investition! – vorlasen. Zudem hat ein türkischer Austauschstudent eine Analyse und Bewertung der Ereignisse der letzten Tage in der Türkei auf englisch kundgetan. Unsere Kundgebung hielten wir am Holzmarkt in der Tübinger Innenstadt sowie ein weiteres mal im Alten Botanischen Garten ab.

 Unsere Aktion war in mehrfacher Hinsicht ein Erfolg. Zunächst einmal waren wir positiv überrascht, dass trotz des sehr spontanen Charakters unseres Vorhabens – wir hatten den Aufruf erst am Abend zuvor über mehrere Verteiler gemailt – verhältnismäßig viele Leute zur Kundgebung kamen. Auch die Beteiligung des türkischen Studenten, der aufgrund seiner persönlichen Kontakte in die Türkei über die dortigen Vorgänge gut informiert ist und gewissermaßen aus erster Hand berichten konnte, war sehr erfreulich.

 Unsere Solidarität gegen ihre Repression – in Frankfurt, Istanbul und überall!

Flugblatt_download

#CIMG1806

#CIMG1668Auch hier in Tübingen ging der 1. Mai – der Tag der Arbeiterklasse – nicht sang- und klanglos unter. Um 10:30 Uhr fanden sich bis zu knapp 250 Menschen am Bahnhof in Tübingen zusammen um gemeinsam zu demonstrieren. Verschiedene Gruppen und Organisationen, darunter wir, die SDAJ sowie die DGB Gewerkschaften. Sowohl verschiedene Parteien und deren Jugendverbände als auch viele Einzelpersonen nahmen an der Demo teil. Uns alle verband ein Ziel: Wir wollen eine deutliche Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen in Deutschland als auch weltweit erkämpfen!

 Während wir, die SDAJ, unseren revolutionären Jugendblock formierten, ging es dann auch schon los. Wir begannen, Parolen zu rufen, zogen über die Neckarbrücke und liefen durch die Innenstadt Tübingens. Zwar war in den Straßen nicht so viel los, dennoch wurden wir beachtet und unsere Präsenz wurde von vielen Menschen wahrgenommen. Während die Gewerkschaften hauptsächlich Lohnforderungen aufstellten und bessere Arbeitsbedingungen forderten, gingen wir schon einen Schritt weiter: Wir forderten Solidarität mit der kämpfenden Arbeiterklasse Griechenlands und machten uns dafür stark, den Klassenkampf auch in Deutschland in die Unis, die Schulen und natürlich die Betriebe zu tragen!

 Auf der Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz trat als einer der ersten Redner Oberbürgermeister Boris Palmer auf die Bühne, der kräftig ausgebuht wurde und natürlich eine offen anti-gewerkschaftliche und anti-klassenkämpferische Position vertrat. Für uns ist nicht nachvollziehbar, was den DGB dazu bewogen hat, diesen Politiker am internationalen Kampftag der Arbeiterklasse als Redner einzuladen. Nachdem die Reden vorbei waren zogen wir weiter und feierten unser eigenes internationalistisches Straßenfest am Haagtorplatz. Auch hier waren wir mit zahlreichen Transparenten und roten Fahnen ein auffälliger Blickfang für die Passant_innen. Viele Menschen blieben im vorbei gehen stehen und lasen unsere Transparente. Es wurden außerdem viele neue Kontakte geknüpft und interessante Diskussionen geführt, und im Laufe des Tages füllte sich unser Platz mit vielen netten Menschen.

 Zusammenfassend kann man sagen, dass zwar die Demonstration selbst relativ klein, für uns jedoch auch ein größerer Erfolg als sonst war. Denn es ist immer wieder erfreulich zu sehen, dass es Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft gibt, die für ihre Rechte und Interessen auf die Straße gehen!

 Für die nächsten Jahre gilt es, in Tübingen einen revolutionären Block auf der Gewerkschaftsdemo zum 1. Mai zu etablieren – wir müssen mehr werden, der gewerkschaftlichen Linie der Sozialpartnerschaft eine Position des konsequenten Klassenkampfes entgegensetzen und unseren Forderungen am 1. Mai einen kämpferischen Ausdruck geben!

 Hoch die internationale Solidarität!

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1 Mai front_smallDer erste Mai – der internationale Kampftag der Arbeiter_innen – rückt näher. Hier in Tübingen rufen wir zur Beteiligung an der traditionellen DGB Demo auf. Es wird dort unter dem Motto „Unsere Antwort auf die Krise: Aufstehen und Kämpfen – Klasse gegen Klasse!“ einen revolutionären Jugendblock geben. Im Anschluss an die Demo wird am Haagtor-Platz (direkt an der Ammer) ein kleines internationalistisches Straßenfest stattfinden, zu dem alle jungen Menschen herzlich eingeladen sind. Hoch die internationale Solidarität! Für einen revolutionären 1. Mai!

DGB-Demo: 10:30, Europaplatz (Omnibusbahnhof)

Internationalistisches Straßenfest: ab 12:00 am Haagtorplatz an der Ammer

Unser diesjähriger Aufruf zur Maidemo:

Heraus zum 1. Mai!

Seit über 120 Jahren ist der 1. Mai der Kampftag der Arbeiterklasse. Gründe, auf die Straße zu gehen, gibt es für uns auch heute noch viele. Millionen Lohnabhängige in der Bundesrepublik befinden sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen, in Mini-Jobs oder müssen von „Hartz 4“ leben. Die Ausweitung von Leiharbeit und Werkverträgen zwingen viele Tausende Jugendliche in besonders krasse Formen von Ausbeutung.

Die Krise und der Klassenkampf von oben

Im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise seit 2007/08 haben sich die Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen von vielen Millionen Menschen weiter verschlechtert. Die Krisenlasten werden auf die arbeitende Bevölkerung, die Arbeitslosen, uns Jugendliche und die Rentner_innen abgewälzt. Nachdem die Staaten große Banken „gerettet“ haben und sich die öffentlichen Schulden dadurch massiv erhöhten, muss nun angeblich „gespart“ werden. Deutschland zwingt an führender Stelle ganz Europa, insbesondere aber den südeuropäischen Ländern, eine „Spar“-Politik auf, die verheerende Auswirkungen auf große Teile der Bevölkerung haben. In Griechenland z.B. werden deshalb nicht nur immer mehr Familien obdachlos, mittlerweile leiden dort sogar viele Menschen an Hunger!

Mit der europaweiten Durchsetzung von „Reformen“ im Sinne der „Agenda 2010“ wird ein folgenreicher Kreislauf in Gang gesetzt. Denn schon jetzt ist absehbar, dass es in Zukunft auch in der Bundesrepublik wieder heißen wird, dass erneuter Sozialabbau und sinkende Reallöhne notwendig seien, damit Deutschland weiterhin „wettbewerbsfähig“ bleibt. Selbst die letzten Reste an sozialer Absicherung müssen von uns also immer wieder neu verteidigt werden, denn sicher ist in diesem System nur eines: die Profite der Banken und Konzerne!

Den Kampf gegen die Herrschenden organisieren!

Vor einigen Jahren hat der US-amerikanische Milliardär Warren Buffett gesagt: „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“ Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, dass das Kapital und seine politischen VertreterInnen einen offensiven Klassenkampf gegen die Arbeiterklasse führen. Während den KapitalistInnen dies offensichtlich sehr bewusst ist, ist es vielen Lohnabhängigen wohl leider noch nicht so klar. Und auch in den Gewerkschaften gibt es viele, die einen „sozialpartnerschaftlichen“, wenig kämpferischen Kurs vertreten. Trotzdem bleiben die Gewerkschaften die wichtigste Kampforganisation der Arbeiterklasse, weshalb wir uns in ihnen organisieren müssen, um uns kollektiv für unsere Interessen einsetzen zu können.

Sorgen wir also dafür, dass der Klassenkampf wieder entschlossen von der Arbeiterklasse und ihren Verbündeten gegen die Angriffe der herrschenden Klasse geführt wird!

Für einen kämpferischen, revolutionären 1. Mai 2013!

Das Problem heißt Kapitalismus!

Klassenkampf statt „Sozialpartnerschaft“!

bw_raus_aus_der_schule_kleinAktion gegen die Bundeswehr an einer Göppinger Schule

Die Bundeswehr hat vom 11. bis zum 15. März 2013 mit einem „Info-Truck“ an der Gewerblichen Schule Göppingen Werbung für ihre imperialistischen Kriege gemacht und versucht, sich als „normaler Arbeitgeber“ zu inszenieren. Auf dem Pausenhof wurden die Schüler_innen gezwungen sich statt ihres Unterrichts die militaristische Propaganda der Bundeswehr im Truck anzuhören. Der“Beruf Soldat“ sollte hier schmackhaft gemacht werden – aber die Bundeswehr ist kein „normaler Arbeitgeber“. Sie ist momentan von Afghanistan bis Mali an 13 Militäreinsätzen beteiligt.

Dies bedeutet entgegen der Propaganda der bürgerlichen Presse nicht etwa die Durchsetzung von Menschenrechten und Demokratie sonder Zerstörung, Elend und Mord! Als Interventionsarmee unterstützt sie die Realisierung der Interessen des Kapitals, z.B. indem sie Rohstoffzugänge und Handelswege sichert.

Um dem desinformierenden Treiben der Bundeswehr etwas entgegenzusetzen haben wir am 12. März dem Pausenhof dieser Schuleeinen Besuch abgestattet. Ein Transpi mit der Aufschrift „Bundeswehr raus aus den Schulen! Raus aus den Köpfen! Raus aus allen besetzten Gebieten!“ war mit dabei und eine Vielzahl an Flyern wurde verteilt. Insgesamt war ein Großteil der Schüler_innen schnell davon überzeugt, dass die Bundeswehr und ihre Kriege alles andere als cool sind (wir hoffen dass ihr die Gehirnwäsche im Truck noch einigermaßengutüberstanden habt – ihr könnt uns gern schreiben wie es war).

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Der stellvertretende Schulleiter war nicht sonderlich erfreut von unserem Treiben und hat uns zur Belustigung der umstehenden Schüler_innen mit der Polizei gedroht. Abgesehen davon, dass einige Schüler_innen uns sofort versicherten, dass das „mindestens 15 Minuten“ dauern würde – wir wären sowieso noch ein wenig geblieben. Der Schulleiter forderte weiter, dass alle Schüler_innen welche sich einmischten ihren Ausweis vorzeigen sollten – auch das stieß nicht auf große Resonanz. Auch wenn nicht viel Zeit blieb sich mit Jeder und Jedem ausführlich zu unterhalten haben wir währenddessen viele Diskussionen geführt und knapp 100 antimilitaristische CDs mit Tracks von u.a. Holger Burner, Irie Révoltés, Albino und Kurzer Prozess verteilt. Zumindest einem Teil der Schüler_innen wurde ein kritischerer Blick auf die wahren Tätigkeiten der Bundeswehr nahegebracht und wir sind uns sicher, dass die Aktion zumindest ein Teilerfolg war.

Beim nächsten Mal sind wir mehr und bleiben länger!

Bundeswehr raus aus den Schulen! Raus aus den Köpfen!

Bundeswehr raus aus allen besetzten Gebieten!

Austritt Deutschlands aus dem Kriegsbündnis NATO!