Antikriegstag_Plakat

Ankündigungstext des Bündnisses (Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen):

„Krieg beginnt hier – Bekämpfen wir ihn hier!“ Unter diesem Motto steht die diesjährige Kundgebung zum Antikriegstag in Tübingen. Ausnahmsweise findet die Kundgebung bereits einen Tag vor dem eigentlichen Antikriegstag statt, nämlich am Samstag, 31. August, um 12 Uhr (mit dem letzten Glockenschlag!) auf dem Holzmarkt. Ein breites Bündnis lädt zur Veranstaltung ein, und viele Gruppen präsentieren sich durch Informationsstände.  Am 1. September vor 68 Jahren begann durch den deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg in Europa. Das ist der historische Anlass für den Antikriegstag. Aktuelle Anlässe gibt es leider mehr als genug: Afghanistan, Irak, Syrien, Mali und anderswo – überall sind die westlichen Staaten und die Bundesrepublik beteiligt, mal direkt und mal indirekt. Deutsche Waffen werden nahezu in allen Kriegen eingesetzt. Deshalb lautet eine der Forderungen: „Stoppt die Rüstungsexporte aus Deutschland!“

Die SDAJ wird mit einem Beitrag zum Thema „Bundeswehr raus aus den Schulen!“ vertreten sein.

DOWNLOAD Flugblatt zur Intervention in Syrien: Syrien_Kopiervorlage

bw_raus_aus_der_schule_kleinAktion gegen die Bundeswehr an einer Göppinger Schule

Die Bundeswehr hat vom 11. bis zum 15. März 2013 mit einem „Info-Truck“ an der Gewerblichen Schule Göppingen Werbung für ihre imperialistischen Kriege gemacht und versucht, sich als „normaler Arbeitgeber“ zu inszenieren. Auf dem Pausenhof wurden die Schüler_innen gezwungen sich statt ihres Unterrichts die militaristische Propaganda der Bundeswehr im Truck anzuhören. Der“Beruf Soldat“ sollte hier schmackhaft gemacht werden – aber die Bundeswehr ist kein „normaler Arbeitgeber“. Sie ist momentan von Afghanistan bis Mali an 13 Militäreinsätzen beteiligt.

Dies bedeutet entgegen der Propaganda der bürgerlichen Presse nicht etwa die Durchsetzung von Menschenrechten und Demokratie sonder Zerstörung, Elend und Mord! Als Interventionsarmee unterstützt sie die Realisierung der Interessen des Kapitals, z.B. indem sie Rohstoffzugänge und Handelswege sichert.

Um dem desinformierenden Treiben der Bundeswehr etwas entgegenzusetzen haben wir am 12. März dem Pausenhof dieser Schuleeinen Besuch abgestattet. Ein Transpi mit der Aufschrift „Bundeswehr raus aus den Schulen! Raus aus den Köpfen! Raus aus allen besetzten Gebieten!“ war mit dabei und eine Vielzahl an Flyern wurde verteilt. Insgesamt war ein Großteil der Schüler_innen schnell davon überzeugt, dass die Bundeswehr und ihre Kriege alles andere als cool sind (wir hoffen dass ihr die Gehirnwäsche im Truck noch einigermaßengutüberstanden habt – ihr könnt uns gern schreiben wie es war).

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Der stellvertretende Schulleiter war nicht sonderlich erfreut von unserem Treiben und hat uns zur Belustigung der umstehenden Schüler_innen mit der Polizei gedroht. Abgesehen davon, dass einige Schüler_innen uns sofort versicherten, dass das „mindestens 15 Minuten“ dauern würde – wir wären sowieso noch ein wenig geblieben. Der Schulleiter forderte weiter, dass alle Schüler_innen welche sich einmischten ihren Ausweis vorzeigen sollten – auch das stieß nicht auf große Resonanz. Auch wenn nicht viel Zeit blieb sich mit Jeder und Jedem ausführlich zu unterhalten haben wir währenddessen viele Diskussionen geführt und knapp 100 antimilitaristische CDs mit Tracks von u.a. Holger Burner, Irie Révoltés, Albino und Kurzer Prozess verteilt. Zumindest einem Teil der Schüler_innen wurde ein kritischerer Blick auf die wahren Tätigkeiten der Bundeswehr nahegebracht und wir sind uns sicher, dass die Aktion zumindest ein Teilerfolg war.

Beim nächsten Mal sind wir mehr und bleiben länger!

Bundeswehr raus aus den Schulen! Raus aus den Köpfen!

Bundeswehr raus aus allen besetzten Gebieten!

Austritt Deutschlands aus dem Kriegsbündnis NATO!

Am Mittwoch den 12. Dezember ab 19:00 findet in der Hausbar des Wohnprojekts Schellingstraße ein Vortrag zum Thema „Völkermord an den Armeniern“ statt. Veranstaltende Gruppen sind PuK und Trotz Alledem, die SDAJ und die Antifa (Aufbau) unterstützen die Veranstaltung.

Ankündigungstext:

Der Völkermord an den Armeniern und die Militärherrschaft Deutschlands

Die vernichtung von über 1,5 Mio ArmenierInnen wurde 1915-1917 durch den osmanisch/türkischen Staat politisch-ideologisch vorbereitet und auf barbarische Weise militärisch durchgeführt. Noch immer kämpfen die ArmenierInnen in der Diaspora und in Armenien selbst für die Anerkennung des Genozids durch den türkischen Staat.

Das Deutsche kaiserreich war einer der wichtigsten Verbündeten des Osmanischen Reichs im Ersten Weltkrieg. Das Deutsche Reich war am Völkermord aktiv beteiligt und mitverantwortlich. So wie der Zeitungskorrespondent von Tyszka schon am 30. September 1915 schrieb: „Ohne Deutsche wäre es aber nicht so gegangen, wie es gegangen ist.“

Die Verantwortung und Mittäterschaft des Deutschen Reiches wird immernoch zumeist betsritten. Wir möchten uns damit auseinandersetzen, wie diese Beteiligung aussah und wie in Deutschland damit umgegangen wurde.“