Verganngenen Samstag den 23.7. fand in Rottenburg eine Demonstration gegen Rassismus statt. Unter dem Titel: Auf die Strasse gegen Rechts kamen laut Veranstalter bis zu 400 Menschen aus allen Altesgruppen zusammen. Wir selbst waren zu acht anwesend. Grund für die Demonstration waren kürzlich aufgetauchte Hakenkreuz- und SS-Schmierereien an Hauswänden, der erste Jahrestag eines gewaltätigen Angriffs eines Nazis auf zwei geflüchtete Frauen und die Verteilung von nationalistischen Postkarten in Briefkästen. Desweiteren ist die Partei der Dritte Weg in Rottenburg sehr aktiv, eine Partei die von alten NPD-Funktionären und rechten Kameradschaftern gegründet wurde.

Die Demorute führte vom Bahnhof durch die Innenstadt Rottenburgs. Auf einer Zwischenkundgebung wurde der in Rottenburg ansässige Kopp Verlag thematisiert, der für die massenhafte Verbreitung von okkultistischen, populistischen und rechten Material bekannt ist. Die gesamte Demo verlief friedlich. Um auf das massenhafte Sterben an den EU-Außengrenzen aufmerksam zu machen, wurde im Anschluss noch ein selbst gebasteltes Floß mit einem Banner ins Wasser gelassen.

Am 14.07 hat ein Offizier der Bundeswehr in der Agentur für Arbeit in Reutlingen über die Bundeswehr als Arbeitsplatz „informiert“. Darum haben wir uns auf den Weg nach Reutlingen gemacht, um uns der Kriegspropaganda der Bundeswehr entgegenzustellen und mit Jugendlichen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Vor Beginn des Vortrags haben wir Anti-Kriegsflyer verteilt und vor allem versucht, mit den Jugendlichen über den Charakter der Ausbildung bei der Bundeswehr zu sprechen. Unser Ziel war es, den Jugendlichen zu verdeutlichen, dass eine Ausbildung bei der Bundeswehr keine gewöhnliche ist: man riskiert sein Leben indem man sich zu Auslandseinsätzen verpflichtet, was nichts anders bedeutet als in den Krieg zu ziehen, im Interesse der Wirtschaftsbosse Deutschlands. Deswegen haben wir uns auch in den Vortrag gesetzt und kritische Fragen gestellt.

Der Beamte von der Bundeswehr war – wie nicht anders zu erwarten – ziemlich gut geschult. Er versuchte uns ein recht attraktives Bild der Bundeswehr zu vermitteln. Das haben wir mit harten Fakten verhindert. Es ist kein Wunder, dass die Bundeswehr Millionen Euro in die Werbekampagne und die Schulung dieser Beamten investiert, denn anders wäre es ihnen nicht möglich von der Realität abzulenken, z.B. von der Tatsache, dass man sein Leben gefährdet, andere Länder zerstört für die Profitinteressen der Rüstungsindustrie und der Banken, oder dass die Wahrscheinlichkeit traumatisiert zurückzukehren sehr hoch ist. Wir haben den Vortrag gestört indem wir deutlich gemacht haben: es geht bei der Bundeswehr nicht um Friedenssicherung oder demokratisch freiheitliche Grundrechte, sondern um geostrategische und politische Interessen, die unseren Interessen entgegenstehen. Egal wie viele Millionen sie noch in ihre Werbekampagne investieren, wir lassen uns nicht blenden. Wir sehen die Situation in den Ländern in denen die Bundeswehr aktiv ist: Krieg, Verwüstung und tote Zivilisten. Deshalb ist eswichtig der Bundeswehr keinenPlatz zu geben. Denn auch wenn sie gezielt den Ausbildungsplatzmangel ausnutzen um Jugendliche zu rekrutieren, unsere Kampfansage lautet: Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze!

Schließ‘ dich uns an und verhindere gemeinsam mit anderen Jugendlichen, dass die Bundeswehr weiterhin Kanonenfutter für ihre imperialistischen Kriege an Schulen und Berufsmessen sammelt!


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Aus diesem Grund haben wir als SDAJ Tübingen heute gegen das Central European Pipeline System (CEPS) der NATO protestiert. Im Rahmen der Kampagne der SDAJ „Stop wars – gemeinsam gegen ihre Kriege“ wollen wir Kriegstreiber vor Ort als solche öffentlich machen. Das CEPS als wichtige Kriegsinfrastruktur ist mit 11500 km Länge das größte militärische Pipeline-Netz der NATO und verläuft auch hier durch Tübingen – was jedoch kaum jemand weiß. Das wollten wir ändern. Aus diesem Grund waren wir heute mit einem Infostand auf dem Marktplatz in Tübingen. Auf Pappkartons konnten die Vorbeilaufenden wichtige Fakten zur Pipeline nachlesen – beispielsweise, dass allein der Ausbau der Strecke Bodelshausen (bei Tübingen) bis Kehl 42 000 000 Euro kostet. Richtungsschilder mit Kilometerangabe machten das Ausmaß der Pipeline deutlich: 905 km von Tübingen bis Marseilles, 599 km bis Antwerpen und 664 km bis nach Oldenburg um nur einige Beispiele zu nennen.

In Redebeiträgen der SDAJ und DKP wurde auf die Umweltproblematik der Pipeline, die unverhältnismäßig hohen Kosten und die Frage von Kriegsinfrastruktur im Allgemeinen eingegangen. Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) berichtete über den NATO Gipfel in Warschau und das offene Treffen „Jugend gegen Krieg“ aus Tübingen stellte sich vor.

Und warum diese Aktion? Neben der Tatsache, dass die CEPS eine wichtige Infrastruktur zur Absicherung von Nato-Kriegen darstellt, verläuft das Netzwerk, das den giftigen Treibstoff JP8 transportiert durch mehrere Naturschutzgebiete. Ein Leck in der Leitung würde die Trinkwasserversorgung massiv gefährden. Und zum Ausbau und zur Wartung der Leitungen werden Millionen ausgegeben. Diese Gelder fehlen an anderer Stelle, beispielsweise im sozialen Bereich und in der Bildung.

Wir fordern daher:

  • Keine Kriegsinfrastruktur in Tübingen, weder ober- noch unterirdisch!
  • Keine Investitionen in Rüstung und Militär!
  • Kein giftiger Nato-Treibstoff in Naturschutzgebieten!
  • Weg mit der NATO!
  • Stopp aller Auslandseinsätze der Bundeswehr!

Am 17. Juli 2016 jährt sich zum 80. Mal der Beginn des spanischen Bürgerkriegs. Im Juli 1936 putschte das Militär unter der Führung von General Francisco Franco gegen die Spanische Republik. Der Bürgerkrieg endete mit dem Sieg Francos und führte Spanien bis 1975 in eine faschistische Diktatur.
Der Konflikt erregte international großes Aufsehen und löste eine Welle der Solidarität mit den demokratischen Kräften der Spanischen Republik aus. Aus der ganzen Welt kamen über 40 000 Freiwillige nach Spanien und kämpften in den Internationalen Brigaden gegen den Faschismus und General Franco. Anlässlich dessen wird es bei unserem Roten Tresen im Juli einen Vortrag geben, der sich thematisch mit diesem historischen Ereignis beschäftigt und dabei besonders die Rolle Deutschlands in den Blick nimmt.

Eine Veranstaltungsreihe der SDAJ Tübingen, in Kooperation mit dem LAIKA Verlag und dem Club Voltaire

Kriegsinfrastruktur mitten in Tübingen? Nicht mit uns!

Deutschland führt Krieg. Und Krieg benötigt Infrastruktur. So wie beispielsweise das Central European Pipeline-System (CEPS), das größte Pipeline-Netz der Nato. Von französischen Häfen wird durch diese Pipelines unterirdisch Treibstoff nach Deutschland transportiert, um im Kriegsfall die Versorgung mit Treibstoff abzusichern – was kaum jemand weiß. Wir wollen das ändern und öffentlich machen, dass der Treibstoff-Nachschub für Nato-Kriege auch hier durch Tübingen fließt!
Und wir wollen uns dagegen wehren: Wir brauchen keine Investitionen in militärische Infrastruktur, die dazu beiträgt für die Interessen der Nato-Staaten Menschen zu töten und in die Flucht zu schlagen. STOP WARS – Jetzt und hier!
Kommt alle zur Kundgebung am Samstag, den 09.07.16 um 13 Uhr auf dem Marktplatz in Tübingen