Die Bundeswehr hat nicht erst seit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 Nachwuchsprobleme, wer was anderes findet, geht nicht zu Bundeswehr. Aber die steuert gegen: sie lockt mit immer größeren millionenschweren Werbeetats, veranstaltet Adventure-Camps mit der BRAVO, wirbt in Schülermagazinen, und startete letztes Jahr eine neue Kampagne mit dem Motto: „Mach, was wirklich zählt:“. Was für die Bundeswehr aber wirklich zählt, schreibt sie selbst: letztendlich gehts um die Sicherung der Interessen der deutschen Banken und Konzerne, auch wenn das Krieg, Armut, Flucht bedeutet. Aber damit lässt sich schlechter rekrutieren als mit den falschen Versprechen von Abenteuer und Weltverbesserung.

Lena Sachs beschäftigt sich seit mehreren Jahren damit, wie die Bundeswehr Zustimmung zur Militarisierung organisiert und für sich selbst als angeblich toller Arbeitgeber wirbt. Im Anschluss an ihren Vortrag wollen wir uns darüber austauschen, wie wir uns der Bundeswehr entgegenstellen können.

10. Mai 2016 – 20 Uhr
Club Voltaire (Haaggasse 26b, Tübingen)

8./9. Mai – Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus

Am 8. und 9. Mai 1945 endete der 2. Weltkrieg in Europa mit der Kapitulation der Wehrmacht und dem Sieg der Roten Armee und der Westalliierten über das deutsche Nazi-Regime. Für die Menschen in Deutschland und ganz Europa bedeutete dies das Ende der faschistischen Diktatur und das Ende der durch den Krieg verursachten Verfolgung, Ermordung und Vertreibung. Dieser Tag der Befreiung vom Faschismus wird noch heute am 8. und 9. Mai gefeiert.

Auch wenn heute kein Krieg direkt vor unserer Haustür tobt, sterben täglich weltweit immer noch Menschen im Krieg und werden in die Flucht getrieben. Die Politik der deutschen Regierung trägt einen großen Teil zu diesem Leiden bei: durch 16 Auslandseinsätze der Bundeswehr, Waffenlieferungen in Krisengebiete und nicht zuletzt die menschenverachtende Flüchtlingspolitik der Bundesregierung – um nur einige Beispiele zu nennen. Das geschieht nicht zur Verteidigung der Menschenrechte oder um den Terror zu bekämpfen, sondern einzig und allein um die Interessen deutscher Banken und Konzerne abzusichern. Doch diese Kriegstreiberei ist weder in unserem Interesse, noch im Interesse der Menschen in den Kriegsgebieten. Um dem Ausdruck zu verleihen, wollen wir am 9. Mai auf die Straße gehen. Lasst uns gemeinsam laut und deutlich fordern: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Komm zur Kundgebung am 9. Mai um 17 Uhr auf den Tübinger Holzmarkt!