Kleiner Aktionsbericht von der Demo „Krieg ist Terror! Bundeswehr raus aus Syrien und der Türkei!“

Am Samstag, den 23.01.2016 setzten wir bei einer Demonstration mit drei Zwischenkundgebungen ein Zeichen gegen den mörderischen Einsatz der Bundeswehr in Syrien und in der Türkei. Dem Aufruf der Informationsstelle Militarisierungsind wir zusammen mit mehreren Organisationen und rund 280 Tübingerinnen und Tübingern gefolgt, die sich dagegen stellen, dass in ihrem Namen gemordet wird. In unserem Redebeitrag haben wir darauf hingewiesen, dass die Anti-Terror-Rhetorik, mit der die BRD an der Seite Frankreichs in Syrien in den Krieg zieht, heuchlerisch ist. Denn die Verbündeten der BRD, vor allem Saudi-Arabien, unterstützten seit Jahren den Aufbau islamistischer Terrormilizen in Syrien. Die Bundesregierung hat sie dabei nie gehindert oder auch nur kritisiert. Immerhin exportieren deutsche Unternehmen Waren im Wert von 9 Milliarden € nach Saudi-Arabien. So führen die Interessen der Kapitalisten wieder einmal zu Krieg, Terror und Flucht.

Wir stellen uns entschieden dagegen und fordern den sofortigen Stopp jeglicher deutscher Interventionen sowie den Stopp aller Waffenlieferungen, insbesondere nach Syrien und an IS-Unterstützerstaaten wie Saudi-Arabien!syriendemo5_s syriendemo4_s syriendemo3_s syriendemo2_s syriendemo1_s

Am 13.Februar 2016 findet in München die sogenannte „Sicherheitskonferenz“ statt. Dort treffen sich PolitikerInnen, Wirtschaftsbosse und hohe Offiziere aus der Bundesrepublik Deutschland und ihren verbündeten Staaten. Sie legen die Grundlagen für die nächsten Kriege, Waffenhandel und Militarisierung und schaffen im Rampenlicht der Öffentlichkeit Akzeptanz für Kriege und militärische Handlungen in aller Welt. Bundespräsident Joachim Gauck z.B. warb in der Vergangenheit für ein „stärkeres internationales Engagement“ Deutschlands. Im Klartext: für wirtschaftliche Zwecke laufende Auslandseinsätze zu verlängern, weiter Waffen in Krisengebiete zu liefern und neue Kriege zu beginnen, sprich die Fluchtursachen weiter anzufeuern und gleichzeitig die EU-Außengrenzen vor Geflüchteten abzuschirmen.

Wir wollen in München ein klares Zeichen dagegen setzen und laden euch ein, am 25. Januar um 19 Uhr ins Epplehaus zur Mobiveranstaltung zu kommen. Es gibt eine kurze Präsentation mit Infos zur Siko, zu den Gegenprotesten und zur Anfahrt aus Tübingen. Kommt vorbei, bringt euch ein und kommt mit!

SDAJ Tübingen

www.jugendblock.de

 

25. Januar 2016 // 19 Uhr // Epplehaus

Roter Tresen // 12. Januar 2016 // 20 Uhr // Club Voltaire (Haaggasse 26b, 72070 Tübingen)

The Revolution will not be televised – Staatsstreich in Venezuela

Im April 2002 – 4 Jahre nach dem Amtsantritt von Hugo Chavez – putscht die rechte Opposition in Venzuela. Chavez wird verschleppt und ein Kampf um die Macht entbrennt. Ein irisches Filmteam wird ungeplant in die Ereignisse verwickelt, lässt Vertreter beider Seiten zu Wort kommen und nimmt insbesondere die Rolle der Medien kritisch unter die Lupe. Dank massenhaftem Protest aus dem Volk hält sich die Putschregierung nur wenige Tage. Mit dem Sieg der rechten Opposition bei den Wahlen am 6.12.2015 scheint die Unterstützung für die Regierung der bolivarischen Revolution verschwunden zu sein. Während sich bürgerliche Medien über das Ende der „Diktatur“ Maduros freuen, wird meist verschwiegen wofür die rechten Kräfte in Venezuela standen und stehen: Massenarmut, Zugang zu Schule und Gesundheitsversorgung nur für wenige, sowie Putschversuche, Sabotageakte und Morde. Wir wollen diskutieren warum die bolivarische Regierung von Anfang an massiv angegriffen und von innen wie außen destabilisiert wurde und welche Perspektiven es für die venezolanische Linke nach der Wahlniederlage gibt.